Und jährlich grüßt das Murmeltier... GEWINNSPIEL

WILLST DU EIN PROFESSIONELLES COACHING GEWINNEN, WELCHES DIR BEI DER UMSETZUNG DEINES VORSATZES FÜR 2018 HILFT?

 

9 Tage sind vergangen seit das neue Jahr seine Pforten geöffnet hat und nun erlaube ich mir die Frage, sofern du einen Neujahrsvorsatz ausgesprochen hast, wie weit du bereits mit deiner Umsetzung bist.

 

Hast du bereits am 1.1.2018 damit begonnen, wie du es dir vorgenommen hast, oder hast du das Datum des Beginns deines neuen Lebensabschnitts verschoben, weil das Timing dann doch nicht „ideal“ war?

 

Hast du bereits aufgegeben, dir vorgenommen, es später, im Laufe des Jahres noch mal zu versuchen, denn schließlich laufe einem ja nichts davon?

Oder gehörst du zu den hartnäckigen, die sogar 10 Tage nach Neujahr noch immer dran sind, den Vorsatz auch umzusetzen? Dann gratuliere! Bleib dran!

Aber was haben die meisten Neujahrsvorsätze nur so an sich, dass sie alle dazu neigen, uns in ihrer Umsetzung scheitern zu lassen?

Schauen wir sie uns dazu ein wenig genauer an.

Wie lauten sie normalerweise?

 

Die Klassiker, du kennst sie alle, hast sie alle schon mal gehört:

Ich möchte zu rauchen aufhören.

Ich möchte abnehmen.

Ich möchte weniger arbeiten.

Ich möchte mehr Sport machen.

Ich möchte mich gesunder ernähren.

Ich möchte mich weniger mit meinem Partner streiten etc., etc.

 

Was haben alle gemeinsam?

Sie bedeuten entweder Verzicht oder Anstrengung, zumindest auf den ersten Blick, vor allem, wenn man die Formulierung so belässt.

Und noch etwas: Sie beinhalten alle einen Vergleich. Weniger als, mehr als, ... Und Vergleiche sind für unser Hirn besonders unangenehm, denn sie bedeuten, dass wir uns aus der wohlbekannten, bequemen Komfortzone raus bewegen müssen.

Komfortzone und Streit, wie passt denn das zusammen, wirst du dir jetzt beim Lesen denken. Ich habe auch hier den Streit bewusst als Beispiel gewählt, denn allzu oft begegnen mir in meiner Arbeit Paare, die sich häufig streiten, weil sie es gewohnt sind.

So einfach ist die Antwort.

Sie haben es schlicht und einfach verlernt, miteinander gewaltfrei zu kommunizieren. Und eines verspricht beiden der Streit garantiert: die ungeteilte Aufmerksamkeit, zumindest während des Streits. Gerade diese kann zum Beispiel der Grund sein, warum man vielleicht, natürlich unbewusst, einfach nicht aufhören „will“ zu streiten.

 

So reizvoll die Idee für mich klingen mag, dass ich abnehmen werde, so sind zwei Buchstaben in dem Wort bereits dafür verantwortlich, dass ich genauso der Überzeugung sein werde, dass dies mit Verzicht einher gehen wird. Nämlich „ab“.

Ebenso verhält es sich mit „aufhören zu rauchen.“ Du ahnst es bereits? Genau! Das Wort „aufhören“ ist alles andere als sexy für die Beibehaltung unserer Pläne.

Sexy ist für unser Unterbewusstsein:

 

Ich bin gesund!

Ich bin schlank!

Ich habe viel Freizeit und genieße diese mit meinen Freunden!

Ich bin sportlich!

Ich habe eine strahlende, frische Haut und einen straffen Körper!

Ich habe Spaß mit meinem Partner und wir gehen regelmäßig gemeinsam tanzen (Beispiel!)!

 

Wenn du dir diese Beispiele ansiehst, wirst du feststellen, dass sich in keinem einzigen ein Verzicht versteckt. Und genau das macht diese „Vorsätze“ so reizvoll für unser Unterbewusstsein sie auch umzusetzen.

Natürlich ist das nicht so einfach, dass ich den Satz nur umformuliere und schon ist gewiss, dass ich meinen Neujahrsvorsatz umsetze, aber es ist definitiv der erste, entscheidende Schritt, um die anstehende Veränderung positiv zu besetzen und somit der Umsetzung eine positive Note zu verleihen.

Als Mentaltrainerin steht mir ein sehr zuverlässig funktionierendes Werkzeug zur Verfügung, um sicher zu stellen, dass man das, was man sich vornimmt, auch wirklich durchsetzt.

Für dich zuhause können folgende Tipps wertvoll, und dir bei der Umsetzung deiner Ziele, behilflich sein:

 

  • Formuliere dein Ziel positiv!
  • Formuliere dein Ziel genau! (Wenn du abnehmen möchtest, formuliere dein Zielgewicht! Wenn du weniger rauchen willst, nenne die genaue Zahl)
  • Gib eine Zeit an, bis wann du das Ziel erreicht haben wirst.

·      WICHTIG!

  • Dein Ziel gilt auch DANACH! Formuliere z.B. Am und ab dem 1.6.2018 ....., denn sonst droht z.B. beim Gewicht der Jo-Jo-Effekt!
  •  Die Formulierung darf keine Verneinungen und keine Vergleiche beinhalten! (weniger, mehr, besser, schlechter, nicht mehr, ....)
  •  Bei Ernährungsumstellungen nenne die Alternativen (Obst, Gemüse, etc.)
  •  Bei zwischenmenschlichen Konflikten nenne die alternativen Handlungen

 

Es gilt das Ziel genau zu definieren, dass es wirklich attraktiv und „sexy“ klingt. Ich wähle den Begriff „sexy“ ganz gezielt, denn kaum etwas beschreibt besser, dass der Zielzustand für dich wie magisch anziehend wirken soll. 

 

Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deinen Neujahrsvorsätzen!

 

UND NUN ENDLICH ZUM GEWINNSPIEL:

 

Wenn du professionelle Hilfe bei der Umsetzung deines Neujahrvorsatzes möchtest, so hast du jetzt die Möglichkeit ein Coaching im Wert von 360€ zu gewinnen.

Poste im Kommentarfeld deinen Neujahrsvorsatz und schreibe dazu, warum gerade DU das Coaching von mir bekommen sollt. Mit etwas Glück gewinnst du und wir können schon bald an der sicheren Umsetzung deiner Neujahrsvorsätze arbeiten!

 

Ende des Gewinnspiels ist der 31.1.2018. Der Gewinner/die Gewinnerin wird in der ersten Februarwoche verständigt.

Viel Glück!

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Die Macht des Jetzt

Der morgige Jahreswechsel ist ein guter Anlass um sich zu besinnen, dass wir alle nicht in der Zukunft und genauso wenig in der Vergangenheit leben. Zumindest sollten wir es idealerweise nicht!

Wir leben im Jetzt!

 

Jeder kennt Sprüche, die besagen, dass wir die Vergangenheit nicht mehr ändern können, die Zukunft noch nicht wissen, es bleibt uns also nichts, außer den Moment zu leben.

Doch die Realität, wie wir sie leben,  sieht leider oft anders aus.

Wir sind alle Sklaven unserer Vergangenheit und Erfahrungen, die uns hindern, frei und vorbehaltlos zu leben und die Angst vor Konsequenzen in der Zukunft hindert uns allzu oft Entscheidungen zu treffen und so treten wir oft auf dem Stand, kommen nicht weiter.

 

Es kommt immer wieder zu Neujahrsvorsätzen, die spätestens nach ein paar Wochen oder sogar Monaten über Bord geworfen werden, im Kopf werden die Selbstzweifel wie ein Nebel, der sich ausbreitet immer größer und schließlich endet alles mit einem: „Ich habe es nicht geschafft.“

Wir sollen die Vergangenheit nicht verdrängen, ist die doch der Nährboden wertvoller Erfahrungen, doch darf sie nicht übermächtig und hindernd werden. Wir müssen sie achtsam analysieren und den Dingen die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben eine moralische Verantwortung, was die Zukunft betrifft! Wir dürfen und sollen über die Konsequenzen nachdenken, welche unser Handeln nach sich zieht und müssen uns unbedingt im Klaren sein, ob wir wirklich alle Konsequenzen tragen können, denn oft ist gerade hier das Scheitern eines Vorhabens begraben.

 

Der zukünftige Topbody birgt vielleicht Konfliktpotential mit dem Ehepartner, der neue Job bringt zwar mehr Geld, würde aber zeitliche Einbußen für das Familienleben bedeuten, Rauchen aufzuhören bringt zwar mehr Geld in der Tasche aber ich habe noch keine Alternative gefunden, wie ich mit Stress umgehen werde, ... etc.

 

Es gilt das Ziel genau zu untersuchen, sozusagen einen Check vorzunehmen, ob es denn, von allen Seiten betrachtet, wirklich so attraktiv ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn nur wer sein Ziel ganz genau kennt, kann es visualisieren und somit auch erreichen.

Es braucht aber keine Neujahrsvorsätze um ein achtsames Bewusstsein zu entwickeln und sich in Akzeptanz des „Jetzt“ zu üben.

 

Im Jetzt zu leben bedeutet für eine reife Persönlichkeit vorübergehende Momente, die oft auch sehr belastend sein mögen, als Fundamente ihrer Existenz und Persönlichkeitsentwicklung zu schätzen und alles, was uns auf unserem Lebensweg begegnet, zu akzeptieren. Vor allem die Dinge, die wir nicht ändern können, wie z.B. altern oder Krankheiten. Sich an positive Erinnerungen („aber früher war...“) zu klammern, macht schwach und verwischt den Blick auf Möglichkeiten der Akzeptanz und eventuell Lösungsstrategien für die Zukunft.

 

Beim Leben des Moments geht es um das Bewusstsein und um Achtsamkeit.

Nach außen und nach innen. Bewusstsein, welches sich nur nach innen richtet, sich nur auf uns selbst fokussiert, verweigert die notwendige Aufmerksamkeit auf alles, was um uns herum passiert und gewährt uns somit nur eine teilweise Erfahrung und gleichermaßen auch nur eine sehr beschränkte Möglichkeit der Weiterentwicklung.

In unserem Leben sollten wir genauso mit Freuden weit hinaus in die Welt ziehen und um uns schauen, wie in die Tiefen unseres eigenen Seins.

 

Frohes, neues Jahr! Viel Glück, Selbstakzeptanz, Selbstliebe, Freude und Erfolg für 2018

wünscht Verena

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Wie der Lump denkt...

Performt ihr Kind auch?

 

Hat es einen durchgetakteten Tag, eine geplante Woche, kaum freie Spielzeit mehr, denn Lernen ist angesagt?

 

Spätestens in der 3. oder 4. Klasse VS ist Schluss mit „lustig“... Bei vielen Kindern, leider.

 

Was für eine Wohltat aus dem klassischen System ausgestiegen zu sein!

 

Welch ein Befreiungsschlag!

Dieses zwanglose Lernen beobachten zu dürfen. Man erinnert sich zurück, dass einfache Additionen oder Subtraktionen mit einer Zehnerüberschreitung mühsam waren und ein paar Wochen später sind plötzlich Gleichungen im Zahlenraum 50.000 hochinteressant. Mathematik wurde vom roten Tuch über Nacht zum Lieblingsfach. „Aber auf Englisch!“ Denn man darf es sich ja aussuchen, in welcher Unterrichtssprache man lernen möchte.

Und konnte sich der Nachwuchs vorher an nichts erinnern, was an dem Schultag gelehrt wurde – oder wollte er sich schlicht und einfach an nichts erinnern?  - so kommt er jetzt brustschwellend zur Haustüre rein, reisst den Rucksack auf und zeigt voller Stolz, was er in seinen Kalender geschrieben hat. Nämlich das, was er heute gelernt hat.

 

So viel Eigeninitiative gab es 3 volle Schuljahre nicht, aber so viel Eigenverantwortung wurde ihm auch nicht abverlangt. Oft frage ich mich, ob er die Zeit in der Regelschule nur abgesessen hat, tagträumerisch, irgendwie unglücklich. Da er aber nicht wusste – und ich ebenso wenig- wie es sein kann, konnte er sich auch nicht artikulieren, dachte sicher, es gehört so. So ist sie nun mal, die Schule.

Und ich muss sagen, wir hatten wirklich großes Glück! Liebe Lehrerinnen, die sehr bemüht waren auf ihn einzugehen!

Und jetzt? Was ist da plötzlich los?

Trotz motorischer Ungeschicklichkeit und Unreife ein nie dagewesener Bewegungsdrang. Nun, die Kinder müssen auch nicht ruhig sitzen, sie dürfen sich bewegen, die klassische Form des Unterrichts fehlt. Und das scheint zu motivieren. Das Sportangebot ist sehr umfassend! Von Yoga über Laufen, Balancieren bis Fußball ist täglich was auf dem Plan, man darf sich – wiederum selbständig – dazu eintragen.

Aufgaben wie Gartendienst oder Tisch putzen machen selbständig und wichtig. Man wird zu einem wichtigen Teil der Gruppe, zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft.

Das macht stark, stark und selbständig.

Man fühlt sich gebraucht und selbst verantwortlich.

Kein Lehrer, der einem ständig vorgibt: „Buch Seite 16, Zeile 7... „

Suche selbst, mache selbst, trage selbst in deinen Kalender ein, was du gemacht hast!

Trage selbst die Verantwortung für dein Handeln oder dein Nichtstun.

Bleibt dein Kalender an dem Tag leer, fühlst du dich schlecht. Da muss keiner sagen: „...das war zu wenig.“ Das weißt du selbst.

Und genau dieser Vertrauensvorschuss ist es, den ich so sehr schätze. Jedes Kind WILL lernen!

Genau das ist es, was ich oft so sehr vermisse. Schon von klein auf wird den Kindern Manipulation oder Faulheit unterstellt.

Oft frage ich mich, woher solche Annahmen kommen. Vielleicht sollten gerade die, die ihren Kindern die schlechten Angewohnheiten unterjubeln wollen, einmal kritisch hinterfragen, woher dieses Misstrauen wohl kommt. Oft ist es die eigene Unsicherheit, die uns im Gegenüber Übles erahnen lässt oder manchmal gilt auch einfach nur der Spruch: „Wie der Lump denkt, so spricht er...“

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Wettstreit der Gefühle

Mein Kopf sagt, es ist alles gut und o.k. Wir leben hier in einem der besten Länder der Welt. Wir haben von allem mehr als genug und wir haben Frieden. Wenn wir krank sind, wird uns geholfen. Ich persönlich habe keine Krankheiten, habe einen wunderbaren Beruf und keine Schulden.Das ist viel viel mehr als die meisten Menschen der Welt von sich sagen können. 

Der Kopf sagt also, sei dankbar und zufrieden und freue dich des Lebens.

 

Aber der Bauch sagt, mir gefällt das Leben trotzdem nicht besonders. Ich habe Fehlentscheidungen getroffen und damit meine ich, dass ich mich nicht abfinden kann mit den Folgen meiner Entscheidungen. Ich hadere ständig damit. 

 

Der Kopf sagt, es ist sinnlos, in die Vergangenheit zu schauen. Man kann nichts ändern und es bringt nichts, außer dass man vielleicht manches rückblickend besser versteht.

Der Bauch sagt, wenn ich nochmal die Wahl hätte...wenn ich dort geblieben wäre, wo ich war...wenn ich anders entschieden hätte...

Der Kopf sagt, hör auf mit diesen Grübeleien. Du hast wunderbare Kinder. Sei dankbar dafür! Andere Paare haben gar keine Kinder bekommen.

Der Bauch sagt, die Kinder sind weg und wir haben es verursacht. 

Der Kopf sagt, sei froh, dass du nicht allein bist. Die meisten alleinstehenden Menschen suchen nach Partnern und werden dabei mehr als frustriert. 

Der Bauch sagt oft, ich halte alles nicht mehr aus.

Und dann halte ich es doch wieder aus. Immer wieder. 

Man kann nichts rückgängig machen. Man kann keinen Menschen ändern. Nur sich selbst kann man ändern und seine Sichtweise.

So wie ich das Leben anschaue, so werde ich es empfinden. Mit gütigen Augen auch sich selbst gegenüber, mit Dankbarkeit für alles und für das Leben überhaupt.

Das ist richtig, sagt der Kopf.

Es ist so schwer, sagt der Bauch.

 

Und die beiden sollten irgendwann Frieden schließen.

 

Von Anonym

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Und plötzlich ist alles anders...

In der 4ten Klasse noch mal „schnell“ die Schule wechseln?

 

Dazu gehört vielleicht ein wenig Mut aber auch vor allem eins: Liebe.

Die Liebe zum eigenen Kind. Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass jene Eltern, die es nicht tun, ihr Kind nicht oder weniger lieben, ich will damit nur sagen, dass ich in der 3. Klasse bereits gemerkt habe und sich fast täglich stärker herauskristallisiert hat, dass die Regelschule meinem Kind, seinem Lernverhalten und seiner Persönlichkeitsentwicklung nicht zuträglich, sondern im Gegenteil, ich könnte fast sagen, schädlich waren.

Integration und Inklusion wird im Regelschulsystem, hier in Österreich, in meinen Augen völlig missverstanden und missinterpretiert.

 

Der Nachteilausgleich für Autisten sieht vor, dass sie für Mathematik, Deutsch, Geometrie, Sachunterricht entweder den selben Stoff in einem etwas längeren Zeitfenster zu bewältigen haben, sofern sie dem Regelschulplan folgen, oder aber – immer vorausgesetzt, es besteht ein SPF (sonderpädagogischer Förderbedarf), etwas weniger an Lernstoff in der selben Zeit absolvieren müssen. Z.B. 5 Divisionen vom selben Schweregrad statt 8 oder 10 in der selben Zeit.

Ich vergleiche es immer ein wenig mit „der Blinde hat ein wenig länger Zeit um die Farbe der Blume zu nennen, die vor ihm wächst.“

Ich hinterfrage diese Form des Nachteilausgleichs bereits seit dem ersten Moment, als ich mit ihm in Berührung kam, beinhaltet er doch noch einen weiteren, sehr wesentlichen Teil, nämlich den der musischen Fächer.

Und ich frage mich, seit ich in Österreich bin, warum ich in Südtirol nie mit den Worten Integration und Inklusion in Kontakt gekommen bin - und das, obwohl bereits mein bester Kindergartenfreund ein Asperger-Autist war (nur wußte ich davon zum damaligen Zeitpunkt nichts). 

Beides wurde gelebt und nicht darüber theoretisiert. 

Autisten haben eine differenzierte Form der Wahrnehmung, manche sind z.B. besonders geräusch-, manche besonders lichtempfindlich, manche stören sich so sehr an dem Aussehen einer Speise, dass sie sie erst gar nicht erst versuchen wollen.

Was das alles mit Schule und Integration zu tun hat?

Meiner Meinung nach hat die Schule die Aufgabe, (unter anderem) die Kinder auf das Leben vorzubereiten, sie zu sozialisieren, sonst würde z.B. der häusliche Unterricht ausreichen. 

Es ist Autisten erlaubt nicht zu basteln, sollten sie sich z.B. durch taktile Überempfindlichkeit vor bestimmten Stoffen ekeln.

Es ist Autisten erlaubt, vom Musikunterricht fern zu bleiben, sollte es ihnen zu laut sein.

Es ist Autisten erlaubt, vom Turnunterricht befreit zu werden, haben doch manche grobmotorische Probleme und manche möchten einfach nicht mitturnen.

Was bleibt ihnen denn dann eigentlich? Die ganzen Lernfächer!

Man erlaubt ihnen an den musischen Fächern nicht teilzunehmen und verlangt ihnen aber ab, „normal“ zu lernen, wo sie eventuell aber vor allem eines brauchen: ZEIT! Und die gibt der Regelschulplan nun mal nicht her! Am Tag x müsssen alle A können.

Aus der Gehirnforschung weiß man schon längst, dass gerade die musischen Fächer für eine gesunde Psyche von großer Bedeutung sind!

Denn eigentlich sind das ja die ganzen Fächer, die Spaß machen sollten, möchte man meinen. Nicht wahr?

Anstatt sich aber darüber Gedanken zu machen, wie Inklusion in diesen Fächern funktionieren kann, streicht man sie kurzerhand, falls notwendig, um den Focus auf die sogenannten „wichtigen“ Fächer zu legen und, wohl gut gemeint, nicht unnötig Energie zu "verschwenden".

 

Doch was ist nun mit der Sozialisierung? Schauen wir doch einmal genauer hin! Wie schaut später mal die Freizeit aus? Und was haben die musischen Fächer mit Freizeitgestaltung zu tun?

Jeder von uns hat wahrscheinlich ein Hobby, welches aus einem oder mehreren musischen Fächern stammt. Entweder hören wir Musik, oder spielen gar ein Instrument, machen in unserer Freizeit Sport, gehen ins Theater oder auf ein Konzert, basteln, kochen, backen oder zeichnen, ... Diese Liste können Sie, die das jetzt lesen, mit ihrem Hobby fortsetzen und sie werden merken, es ist wahrscheinlich in dem Bereich zu finden, welches Kindern „erlaubt“ wird, wegzulassen.

Und was bedeutet das Hobby für Sie? Ausgleich!

Natürlich könnte man jetzt argumentieren und sagen: „Aber der Asperger-Autist hat ja gar keine Freude daran! Also nimmt man ihm auch nichts!“

Glauben Sie mir, ich weiß es besser.

Inklusion ist dort, wo auch ein Asperger-Autist am vollständigen Schultag teilnehmen kann, ohne das Gefühl zu haben, etwas sei zu wild, zu laut, so grell, zu.... und vor allem eins: er sei nicht „anders“, sondern ganz normal!

Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nach bereits 5 Schultagen mein Sohn wie ausgewechselt ist, sein Selbstvertrauen plötzlich merklich vorhanden ist, eine nie dagewesene Selbstständigkeit beginnt zu wachsen und sich die Grobmotorik insofern geändert hat, als er plötzlich einfach auf das Fahrrad aufgestiegen und losgefahren ist, obwohl er vorher, trotz monatelangem Üben, die Balance nie halten konnte.

In der Schule gibt man ihm das Gefühl, dass man ihm vertraut, auf ihn vertraut, dass er selbst verantwortlich ist für sein Denken und sein Handeln.

 

Die Erwachsenen haben eine begleitende Funktion, keine korrigierende!

 

Denn der Wille zu lernen schlummert in jedem von uns und erlischt nie.

Wann hat der Großteil nur so sehr den Glauben an sich selbst und an seinen Nachwuchs verloren, dass er annimmt, ohne Zucht, Druck und Ordnung würde nicht genügend gelernt?

Wenn wir unseren Kindern versuchen durch Druck Dinge beizubringen, die sie nicht benötigen, dann bringen wir ihnen vor allem eines bei:

Nämlich, dass das Lernen an sich sinnlos ist! Und das ist eigentlich verdammt schade...

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